“In den letzten Monaten und Jahren werden wir fortlaufend Zeugen einer Entwicklung öffentlicher und geschlossener Protestbewegungen, die ihrerseits Indiz eines globalen Aufstiegs einer vergleichsweise neuen Art von Aktivismus zu sein scheinen, bei dem politischer Protest oft die Form impulsiver, nicht-institutioneller Massenaktionen annimmt. Diese Art von Aktivismus wird häufig durch neue Technologien, vernetzte Kommunika-tion, soziale Medien und dergleichen gestärkt. Es scheint dabei auch zu einer Hybridisierung von physischen und virtuellen, konzeptuellen und praktizierten Verschwörungsmythen zu kommen, wobei sich die jeweiligen Komponenten gegenseitig verstärken.
Ziel dieses Buches ist es, aufzuzeigen, wie Dinge die Welt und unser Denken verändern, indem sie vermeintliche Autoritäten untergraben und neue in Position bringen. Es werden „Objekte“ gesammelt und analysiert, an denen sich konkrete und diffuse Ängste, Behauptungen, Forderungen und Feindkonstruktionen ablesen lassen. Es werden Symbole dechiffriert, sowie Werkzeuge, Methoden und Ausdrucksformen durchleuchtet, um daraus ein tieferes Verständnis über die Strategien und Prozesse einer Radikalisierung zu entwickeln.” TOM BIELING

Objects of conspiracy – Design der Verschwörung (Buch Clip)

Eine Annäherung in drei Kapiteln:
Objects of Conspiracy
Concepts of Conspiracy
Design der Verschwörung

Beiträge von Akiko Baldridge-Hohn, Esteban Barco, Federico Calchera, Vanessa Drozdowski, Lynn Carlotta Eggert, Marie-Sophie Fabian, Emely Farnow, Anna Heger, Saskia Hess, Justice Hirsch, Vanessa Köwing, Meret Lafin, Johanna Lick, Felix Linz, Regina Moll, Katrine Munk, Annika Ossenbrunner, Loeni Roosen, Liad Shadmi, Ka-tharina Wanke, Meret Zürcher und Tom Bieling.

Gestaltung: Akiko Baldridge-Hohn (Inhaltsstruktur und Druck), Esteban Barco (Cover), Justice Hirsch (Textsetzung und Druck), Marie-Sophie Fabian (Bildsetzung und Bildverknüpfungen), Regina Moll (Kapitel Gestaltung). Schrift: Syne.

Leitung: Prof. Dr. Tom Bieling
© 2022

Semiotik des Ungewissen

September 7, 2022

“Gestaltete Dinge bringen (Un-)Ordnung in unser Leben und sind ihrerseits Gegenstand von Ordnungsprozessen. Sie sind dabei Geschaffenes und Schaffendes zugleich. Im steten Versuch, unseren Alltag zu bewältigen, sind wir immer wieder mit der Herausforderung konfrontiert, die gemachte Welt als Ansammlung von Zeichensystemen zu durchdringen. Design ist somit stets auch an semiotische Prozesse gekoppelt. Die Semiotik als Lehre von den Zeichen will uns unter anderem dabei helfen, der Bedeutung und Systematik von Zeichen auf den Grund zu gehen. In der Limitiertheit unseres unmittelbaren Erfahrungsbereiches und auf der Suche nach Orientierung tendieren Menschen jedoch auch dazu, Zeichen in allem Möglichen und für alles Mögliche zu sehen. Mitunter auch Zeichen für Unmögliches. “Semiotik des Ungewissen” geht dem nach, indem es Zeichen für Rätselhaftes, Unerklärliches, Prophetisches oder Wahnwitziges, Geheimes und Subversives, Hoffnungs- und Angstgetriebenes nicht nur aufspürt, sondern auch: selber entwickelt.” TOM BIELING

Eine Annäherung in acht Kapiteln:

1. Theorien der Semiotik
2. Visuelle Zeichen
3. Zeichen im Öffentlichen Raum
4. Erfahrung des Ungewissen
5. Typografie und Schrift
6. Mediale Zeichen
7. Zeichen in den Künsten
8. Esoterische Zeichen

Beiträge von Elena Afli, Daniel Arft, Mascha Berger, Lukas Besenfelder, Anna-Maro Braun, Luise Bornkessel, Barbara Drobny, Melina Eggers, Frederik Engelbrecht, Citlai Donaji Guzman Tecpanecatl, Mona Hallweger, Tarek Heißenbüttel, Merle Hopp, David Kienle, Tayna Kirchner, Freya Knauer, Stefan Kowalczyk, Leona Labusch, Levi Lange, Marcel Louis, Eva Nienaber, Alexandra Rygus, Nicola Saggau, Vito Schöneberger, Claudia Schulz, Jan Schulz, Judith Schulz, Andrei Stroe, Josefine Timmer, Franka Walter, Annika Wrede und Tom Bieling.

Gestaltung: Frederik Engelbrecht, Leona Labusch Alexandra Rygus Claudia Schulz
Leitung: Prof. Dr. Tom Bieling
© 2022